Loukianov wurde 1969 in Moskau geboren. Nach dem
Abschluss der Akademie fur Polygraphie, Fakultat fur
Monumentalmalerei (die auch Fresken- und Wandmalerei
beinhaltet), wandte er sich der Graphik und Leinwandmalerei
zu. Er nahm bereits an zahlreichen Ausstellungen in
der ganzen Welt und vor allem an Graphikwettbewerben
erfolgreich teil. Seine Werke befinden sich im St.
Petersburger Puschkin-Museum und im Privatbesitz des
Grafen Musin-Puschkin. Sieben Holzschnitte, die u.
a. den heiligen Georg zeigen, brachte der Moskauer
Maler nach Luxemburg mit.
Der Ikonenmalerei entlehnte Loukianov den Goldschimmer
des Abendlichtes, in das er sein Gemalde mit der beruhmten
Kulisse der Seufzerbrucke Venedigs taucht. Es sei
die Mystik, so sagt er, im Andenken an eine unerfullte
Liebe.
Eine andere Darstellung, diesmal in einer Sphare
aus lichtem Blau vor Sonnenuntergang, widmet er dem
"Pont Adolphe": Die ganze Szenerie, Brucke, Hauser
und Baume vermittelt den Eindruck des Schwebens.
Als Gegenstuck dazu "Die goldenen Tore Luxemburgs".
Es ist die gleiche Ansicht bei Sonnenaufgang, in helles
Licht gehullt, wie mit Safranfaden eingefarbt. Der
Kunstler liebt es, wie ein Komponist, seine Motive
zu variieren. Die beiden Gemalde "Sonnenblumen" tauchen
einmal aus dem Farbbad mit brokatenem, einmal mit
kobaltblauem Hintergrund auf: ein Spiel mit Stil und
Blumenstielen.
"Ein wei?es Licht auf Lilien" entstand an einem Morgen:
Federleicht schwenken sich riesige Lilien aus ihren
hohen, glatten, kobaltblauen Glasvasen, welche einfach
in die Welt gesetzt sind vor traumhart zartem, kaum
angedeutetem Hauserkranz, viel kleiner als die Lilien,
irgendwo im Suden. Bei seinem Luxemburger Kurzaufenthalt
2004 skizzierte er die Hauptstadt. Die Brucken in
der Oberstadt wie im "Grund" faszinierten ihn vor
allem. Viele russische Maler haben sich bereits daran
gewagt. Doch die Malereien des feinsinnigen Loukianov
betoren durch einen besonderen Charme mit ihrem Hauch
von Farbspielen und einer seidigen Inspiration. Die
Vernissage wurde umrahmt vom eindrucksvollen Trompetenspiel
des Wolgograder Komponisten und Musikers Sergej Moisseev.
Er bot eine Kostprobe aus eigenen Werken, amerikanischem
Jazz und russischer Folklore.